… wann lohnt sich eine Magnetkupplung?
In vielen chemischen und verfahrenstechnischen Prozessen ist eine hermetisch dichte Pumpe mit Magnetkupplung die bevorzugte Lösung. Bereits kleinste Leckagen können zum Austritt gefährlicher, aggressiver oder wertvoller Medien führen und dadurch sowohl die Anlagenverfügbarkeit als auch die Arbeitssicherheit beeinträchtigen.
Bei konventionellen Pumpen stellt die Wellendichtung die Schnittstelle zwischen Antrieb und Fördermedium dar. Zum Einsatz kommen je nach Bauart Radialwellendichtungen oder Gleitringdichtungen. Beide Dichtungssysteme sind technisch ausgereift und haben sich in zahlreichen Anwendungen bewährt. Da sie jedoch auf dynamisch gegeneinander bewegten Dichtflächen basieren, unterliegen sie konstruktionsbedingt einem gewissen Verschleiß. Mit steigenden Temperaturen, Druckwechseln, abrasiven Partikeln oder kristallisierenden Medien steigen häufig auch die Anforderungen an Wartung und Betrieb.
Eine Magnetkupplung verfolgt einen anderen Ansatz. Das Drehmoment wird berührungslos vom Außenrotor über Permanentmagnete durch einen hermetisch dichten Spalttopf auf den Innenrotor übertragen. Dieser gibt die Antriebsleistung an die Pumpenwelle weiter. Da keine Welle das Pumpengehäuse durchdringt, entfällt die dynamische Wellendichtung vollständig.
Dadurch eignen sich hermetisch dichte Pumpen mit Magnetkupplung insbesondere für Anwendungen mit aggressiven Chemikalien, toxischen oder geruchsintensiven Medien sowie überall dort, wo Leckagen vermieden werden sollen.
Wie jede technische Lösung besitzt jedoch auch die Magnetkupplung Grenzen. Bei metallischen Spalttöpfen entstehen durch das rotierende Magnetfeld Wirbelstromverluste, welche den Spalttopf erwärmen. Diese Verluste müssen bei der Auslegung berücksichtigt werden. In vielen Anwendungen können keramische oder faserverstärkte Spalttöpfe die Verluste reduzieren. Bei sehr hohen Drücken oder Temperaturen sind metallische Spalttöpfe jedoch häufig die technisch sinnvollste oder einzige Lösung.
Eine Magnetkupplung ersetzt daher nicht grundsätzlich jede Gleitringdichtung. Beide Konzepte haben ihre Berechtigung und sollten entsprechend der jeweiligen Anwendung ausgewählt werden.
Bei Fink Chem+Tec setzen wir dennoch seit jeher konsequent auf hermetisch dichte Pumpen mit Magnetkupplung. Unsere Pumpen arbeiten vollständig leckagefrei zwischen Antrieb und Fördermedium und kommen in Anwendungen von der präzisen Dosierung bis hin zu Hochdruck- und Hochtemperaturprozessen mit Systemdrücken bis 600 bar und Medientemperaturen bis 450 °C zum Einsatz.
Welche Erfahrungen haben Sie mit Magnetkupplungen oder Gleitringdichtungen in anspruchsvollen Anwendungen gemacht?

Unsere neue Rotaflow Hybridpumpe ist ein gutes Beispiel
